Kreativität kann aus Kohlenstoff ewige Liebe machen 

Die Superkraft von Kreativen kann Businesses verändern – und manchmal sogar die Welt. So wie im Fall der Texterin Mary Frances Gerety.

Hast du dir schon mal über­legt, war­um Men­schen sich zur Ver­lo­bung einen Dia­man­ten wün­schen? War­um gilt aus­ge­rech­net ein kal­tes Stück Stein als ulti­ma­ti­ves Zei­chen ewi­ger Liebe?

Auf die Gefahr hin, hier dei­ne roman­ti­schen Illu­sio­nen zu zerstören:

Es war die Idee einer Werbetexterin.

Bis in die 40er-Jah­re des letz­ten Jahr­hun­derts spiel­ten Dia­man­ten auf dem Schmuck­markt nur eine Neben­rol­le. Als chic gal­ten Per­len und die opu­len­te­ren Rubi­ne, Sma­rag­de oder Saphire.

Doch dann pol­te die New Yor­ker Wer­be­tex­te­rin Mary Fran­ces Gere­ty das kol­lek­ti­ve Bewusst­sein der Mensch­heit um.

Sie schrieb vier ein­fa­che Worte:

A Diamond is forever

Der Satz gilt als der bes­te Slo­gan des 20. Jahrhunderts.

Gere­ty hat damit 1947 eine Idee for­mu­liert, die sich auch heu­te noch wie ein emo­tio­na­les Natur­ge­setz anfühlt. Die meis­ten haben noch nie Wer­bung für Dia­man­ten gese­hen – und trotz­dem sind sie für prak­tisch alle von uns das Zei­chen unver­gäng­li­cher Liebe.

Die Idee einer Tex­te­rin ist selbst knapp 80 Jah­re spä­ter tief in uns verankert.

So kraft­voll und lang­le­big kann eine gros­se Idee sein.

Ich weiss: Nie­mand schreibt jeden Tag den bes­ten Slo­gan aller Zeiten.

Aber täg­lich kön­nen wir unse­re Super­kraft Krea­ti­vi­tät ein­set­zen und mit Ideen, Intui­ti­on und dem Gespür für die tiefs­ten Sehn­süch­te Men­schen und Mar­ken bewegen. 

Wenn man aus kom­pri­mier­tem Koh­len­stoff das ulti­ma­ti­ve Bekennt­nis zur Lie­be kre­ieren kann, dann kön­nen wir doch auch aus einer Bank, einer Ver­si­che­rung oder einem Stück Tech­no­lo­gie ein gros­ses Ver­spre­chen machen, das Gene­ra­tio­nen prägt.

Vor lau­ter tech­no­lo­gi­schen Mög­lich­kei­ten, vor lau­ter Mikro-Opti­mie­run­gen hier und da geht manch­mal ver­ges­sen, dass wir wirk­lich Gros­ses bewe­gen können.

Mit gros­sen Ideen. 

 

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Lukas Amgwerd,
CD thjnk

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